Mobilität
Es ist gut, sich viel Bewegung zu verschaffen. Dann bleibt man jung und agil. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Man übt neue Blickwinkel einzunehmen und sich auf neue Standpunkte einzustellen. In einer schnelllebigen Zeit sind das wichtige Grundfertigkeiten, wenn man nicht der Entwicklung hinterherhinken will. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass man das Neue nicht nur um der Neuigkeit willen annehmen sollte. Da kann … Mobilität weiterlesen
Sterne
Gerne beklagt sich der Mensch über das winterliche Dasein. Er träumt von Winterschlaf und sehnt sich nach dem Erwachen der Natur im Lenz. Doch auch in der dunklen Jahreszeit gedeiht das Leben in aller Heimlichkeit weiter. An Hauswänden, Mauern und Baumstämmen windet sich immergrün der Efeu empor und bringt Frucht zu ungewohnter Zeit. Wie die Sterne uns durch die Kälte des Weltalls Licht senden und … Sterne weiterlesen
Eiseskälte
Sie blühen wieder, die Winterblumen am Fenster und versetzen uns in eine Märchenwelt. Wie im Palast der Schneekönigin finden wir uns gefangen in unserem Inneren. Blicken wir hinaus, sehen wir die Welt gebrochen, so als trügen wir einen Splitter in unserem Auge. Erkennen wir die Wahrheit oder ist unser Herz schon gefroren? Wohl dem, der liebende Menschen um sich hat, die mit den Tränen ihrer … Eiseskälte weiterlesen
Glut
Rot verglüht das Holz, das Feuer hat alles verzehrt. Feuer bietet zwar Schutz und Wärme, doch besteht jederzeit die Gefahr, dass es alles vernichtet. So kennt auch der Mensch im Überschwang der Gefühle keine Grenzen. Das ist die Glut der Leidenschaft. Man tut wohl gut daran, sich dieser nicht hinzugeben. Kühle bewahren, die Glut austreten. Dennoch ist auch Heiliges darin erkannt worden. Franz von Sales … Glut weiterlesen
Feuer
Wer lässt sich nicht betören vom Knistern und Knacken eines offenen Feuers? Magisch zieht es unsere Blicke an, meditativ versenken wir uns in das Flackern und Flirren. Uralte Instinkte sagen dem Menschen, dass man hier Sicherheit und Wärme findet. Vom unmittelbar physischen Nutzen führt der Weg weiter. Wo mehrere sich am Feuer versammeln, entsteht Gesellschaft. Ohne dieses älteste Kulturgut hätte sich wohl nie Zivilisation entwickelt. … Feuer weiterlesen
Was bleibt…
Früher war es Sache der Dichter zu stiften, was bleibt. Doch durch die Kakophonie der Meinungen, die wie ein Silvesterfeuerwerk – Hauptsache, laut und viel – abgeschossen werden, dringt die Stimme der Poesie nicht mehr durch. Die leisen Töne gehen verloren. Die Reste der laut in die Welt gebrüllten Überzeugungen überdauern meist nicht lange und so mancher zündet schnell ein neues Feuerwerk, um gesehen und … Was bleibt… weiterlesen
Wintertag
Der Himmel blau, frostig die Luft. Eiskristalle streuen das letzte Licht des Jahres. In einer Welt zwischen gestern und morgen scheint die Zukunft noch möglich zu sein. Wintertag weiterlesen
Hochspannung
Man spürt schon ein leichtes Kribbeln. Vorfreude und bange Erwartung lösen einander ab. Als Kind kann man noch völlig in der Freude aufgehen, aber die Erwachsenen erleben diesen Tag mit steigender Nervosität. An ihnen liegt es, dass sich die Anspannung nicht in einem Gewitter entlädt. Und alle Aufregung dreht sich meist doch um das richtige Geschenk. Was erwarten wir? Das Geschenk, das wir an diesem … Hochspannung weiterlesen
Vergangenheit und Zukunft
Blick in die Vergangenheit. Verborgen im Stein liegt die Erinnerung an früheres Leben. Jahrmillionen sind verflogen, seit es sich durch Meere bewegte. Im Vergleich dazu ist es ein Wimpernschlag nur, dass der Mensch die Bühne betrat. Zwei, die sich im Leben nie begegneten. Und doch sprichst du zu uns. Angesichts deiner Schönheit, frage ich mich, was von uns dereinst Bestand haben wird. Wird sich jemand … Vergangenheit und Zukunft weiterlesen
Mit viel Tamtam
Soll man auf viel Tamtam verzichten oder das große Tamtam lieber einen Moment lang genießen? Das kommt – wie es meistens der Fall ist – auf den Zusammenhang an. Wenn man viel Aufhebens um Nichtiges macht, statt auf das Wesentliche zu achten, sollte man das Getrommel lieber bleiben lassen. Doch ein klug eingesetztes Tamtam, egal ob mit leisem Klang zu geheimnisvollen Momenten oder forte zur … Mit viel Tamtam weiterlesen
Abgestempelt
Abgestempelt wie ein Fahrschein. Ein Kainsmal auf der Stirn. Der Schublade, in die man gesteckt wird, gibt es kein Entrinnen. Hart drückt der Stempel die Namen, mit denen wir einander belegen, auf den Grund des Daseins. Er flüstert die Grenzen, die wir zwischen den Dingen ziehen. Keine lebendige Entwicklung gesteht er uns zu. Und zugleich ist er Bild für eine höhere Wahrheit. Wie er müssen … Abgestempelt weiterlesen
Finden
Verloren gegangen. Übersehen. Vergessen. Achtlos getreten. Was mir wie ein Stück Abfall auf der Straße in reinem Blau entgegenleuchtet, wird Inspiration. Wie eine einsame Kornblume im ansonsten sortenrein gespritzten Hochleistungsacker strahlt mir dieses Stück Müll ein lautes Dennoch entgegen. Wie in das klare Blau der Augen einer geliebten Person möchte ich mich hineinfallen lassen bis das Wasser über mir zusammenschwappt und ich auf ewig verloren … Finden weiterlesen